Rape Culture

 Workshop-Inhalte

  • Definition von Rape Culture
  • (un)angemessene Fachbegriffe
  • Verharmlosung contra Dämonisierung
  • Geschlechterunterschiede
  • Triggerwarnung, Retraumatisierung, Second Rape, Opfer-Täter-Umkehrung
  • Inputs zu Interviews mit Betroffenen
  • Vergewaltigungsmythen, Tabus und deren soziale Funktion
  • Einfluss von Medienberichten auf Rechtsprechung (Litigation PR)
  • Fallbeispiele aus Literatur und Presse
  • historische Ursachen gängiger Vorstellungen von Sexualisierter Gewalt
  • Sexualität und Sexualisierte Gewalt in der Gesellschaft

 

Vergewaltigung und sexualisierte Gewalt in den Medien

Was ist Rape Culture und wie vermeidet man sie? Wie schreibt man einen angemessen sensiblen Bericht über Sexualverbrechen? Welche psychischen Dynamiken spielen beim Umgang mit TäterInnen und Opfern eine zentrale Rolle? Was könnten die Gründe für die geringe Anzeigehäufigkeit und die noch geringere Verurteilungsrate bei Sexualverbrechen sein? Welche Rolle spielen Medienberichte dabei?

Auf welchem Weg beeinflussen gesellschaftliche Normierungen, die von den Medien getragen oder hergestellt werden, die Vorgänge rund um Sexualisierte Gewalt wie Anzeige-Häufigkeit, Prozessverlauf, Gerichtsurteil sowie die psychischen Folgen für Opfer und TäterInnen?

Der Workshop soll einerseits Anregung sein, starre Diskurse in Bewegung zu bringen. Andererseits liefert er Handwerkszeug, mit dessen Hilfe Rape Culture verstanden und behindert werden kann, um den Weg für einen angemessenen Umgang mit Betroffenen zu öffnen und MedienproduzentInnen (JournalistInnen, AutorInnen, BloggerInnen etc.) die Mittel in die Hand zu geben, um diesen möglich zu machen!

Der Workshop ist keine Selbsthilfegruppe.

 

Ziel des Workshops

Erschrecken und Abschrecken verhindern: Texte und Medienprodukte erstellen können, die Betroffene weder abschrecken noch vom Medienkonsum abhalten, die Betroffene nicht traumatisieren oder retraumatisieren (und in Folge weiteren Kontakt mit dem Medium oder den Produzent*innen verweigern)

Sachlich angemessene Texte und Informationen produzieren können

Fähigkeit zum ethisch vertretbaren Umgang mit Thema als auch Betroffenen, beispielsweise beim Interview

Kenntnis darüber, welche konkreten Termini aus welchem Grund zu vermeiden sind

 

Zielgruppe

Autor*innen

Blogger*innen

Schriftsteller*innen

Medienproduzent*innen jeder Art – Text, Film, Informationsmedien publizieren

Journlist*innen, Mitarbeitende von Medienkonzernen, Zeitschriften, Zeitungen, Rundfunkanstalten, Pressestellen

Veranstaltende oder Leitende von Journalismus- und Schreibausbildungen und deren Ausbildende und Trainer*innen

Aktivist*innen der Zivilgesellschaft

Feminist*innen

Künstler*innen

alle Menschen die mit dem Thema Gewalt gegen Frauen oder den davon betroffenen Menschen zu tun haben

Der Workshop kann an Bedürfnisse anderer Personengruppen angepasst werden.

Checkliste