„Man kann ja nichts machen!“

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Die größte Ökolüge, warum sie mich kreuzweise kann und was wir in Wahrheit alle können

„Man kann ja nichts machen!“

Die größte Ökolüge, warum sie mich kreuzweise kann und was wir in Wahrheit alle können

Einer allein kann nichts machen, sagen 8 Milliarden Menschen und lehnten sich gemütlich zurück.

Es tut ja niemand was, sagen sie und tun nichts.

Niemand fühlt sich verantwortlich, sagen sie.

Ich kann da ja gar nichts machen, lügen sie sich selbst vor.

Als ich ein Kind war haben mich diese Worte innerlich zerrissen. Das kling dramatisch, aber das war, was in mir vorging. Die Erde brennt, aber niemand löscht, statt dessen rennt man mit löchrigen Benzinkanistern über ausgetrocknete Strohfelder.

Immer wenn solche Katastrophen wie die in Fukushima oder eben die Hochwasser in Belgien und Nordrhein-Westfalen (wo übrigens ein paar meiner Wurzeln liegen) intensiviere ich meine Anstrengungen, mehr gegen den Klimawandel zu tun. Keine Sorge, mich inspirieren auch andere Dinge, nicht nur Katastrophen.

Was mich dann jedes Mal beschäftigt sind die Aussagen, da könne man ja überhaupt nichts machen.

Wir alle hätten viel gegen den Klimawandel tun können. Und wir können immer noch, in unserer Zukunft.

Ich orientiere mich nicht an Arschlöchern, nicht an Milliardär*innen und nicht an Leuten, denen alles egal ist. Ich habe nur Macht über mein eigenes Leben und die nütze ich. Auch wenn es vielleicht wirklich schon zu spät ist. Es ist kein Spiel, in dem es darum geht, jemanden zu finden, der schuldiger ist als man selbst. Die Vielflieger!! Die Berufsflieger!! Die Zubetonierer!! Die Autofahrer!! Die Oligarchen!! Paris Hilton! Die Konzerne!!!!! Die ReGIERung!! Die Chinesen!! Die Boomer!! Die Raucher*innen!! Bezos und Amazon!! Das Elektroauto!! G5!!?! Ich hoffe, da war jetzt für Euch alle etwas dabei…

Wir können immer noch: Wenn wir wollen. Ich werde hier nicht vormalen, wie scheiße das Leben auf diesem Planeten in hundert Jahren wird, wenn sich die Durchschnittstemperatur um ein oder gar drei Grad erhöht haben wird. Und zwar scheiße auch für reiche Menschen in einem von Wetterextremen gut behüteten reichen Land wie Österreich. Es wäre wenn uns unsere Enkel am Herzen liegen (wenn schon nicht alle Menschen ab der übernächsten Generation) sinnvoll und effizient, möglichst viel gegen den Klimawandel zu tun.

Und es ist sowieso längst zu spät dafür sich zu fragen, wer mehr Schuld hat. Es kommt längst auf die allerkleinsten Taten an, auf jede einzelne davon.

Ich habe nie auf die Regierung gewartet, denn die tut nichts. Wer auf die Industrie wartet oder dass sich „die Konzerne“ was überlegen müssen: da werdet ihr noch lange warten und es ist längst nicht mehr 5 vor 12, sondern eine Woche nach 12.

Was ich Schönes kann

Das Märchen dass irgendwer da draußen allein oder zumindest viel mehr als ich (oder Du) schuld ist juckt mich nicht die Bohne. Und um euch ein bisschen zu inspirieren, werde ich jetzt alles auflisten, was ich mir bisher angewöhnt habe, allerdings ausnahmslos jenes, was ich

  • sehr gerne habe
  • was mein Leben verbessert und verschönert und
  • mein Leben erleichtert hat.

Es ist mein Ding. Es muss nicht auch Dein Ding sein.

Für mich ist nichts davon Verzicht. Für mich fühlt sich nichts davon wie Askese oder Beschränkung an. Für mich bedeutet das meiste mehr Freiheit und Erleichterung meines Lebens, und darüber hinaus klicke ich mich gerne aus den kapitalistisch-kaputtalistischen Zwängen aus, unter denen wir alle leiden. Vieles hat meinen Horizont erweitert und meine Fähigkeiten, und fast alles meine Geldbörse geschont. Tatsache ist, dass die Wissenschaft der Psychologie festgestellt hat, dass es uns wahnsinnig glücklich macht und unsere Freude am Leben erhöht, wenn wir etwas sinnvolles tun. Kann ich bestätigen! Umweltschutz hat auf jeden Fall Sinn.

Vielleicht ist das schlimmste daran, dass wir unseren Planeten zerstören, dass alle Wege ihn wohlbehalten zu hinterlassen schöner und bereichernder für uns selbst gewesen wären.

Es gibt da einmal die großen DREI. Sie bewirken sofort das meiste, haben den größten Input.

1. Niemals Fliegen.

Ich fliege nicht, grundsätzlich und ausnahmslos. Ich bin noch überall hingekommen, wo ich hin wollte. Mein Horizont ist größer als mein Suppenteller. Und all die nicht wissen wie ihre Nachbarn heißen und in welchem Bundesland der Großglockner liegt, brauchen mir nicht erzählen, sie bräuchten den Annapurna und neue Leute kennen zu lernen. Setzt Dich vor einen Tempel, vor eine Kirche oder vor eine Moschee (je nachdem, welche Religion Du nicht kennst) und bitte die Leute die herauskommen, Dir bei einem Kaffee und Kuchen den Du sponserst von ihrem Leben zu erzählen. Oder versuch es vor einem Bordell, vor einem Kulturverein einer Nation, oder irgendwo, wo Du nie hingehen würdest. Die meisten Leute kennen nicht mal die Person die mit ihnen im Bett schläft richtig. Warum fangen wir nicht einfach mal bei denen an?

3. Keine tierischen Produkte konsumieren, also kein Fleisch essen, keine Milchprodukte und keine Eier oder etwas, das dergleichen enthält. Ich bin wohlbeleibt und esse für mein Leben gern, Essen und der Wohlgeschmack meines Essens sind mir sehr wichtig. Tatsache ist, dass Veganer*innen um ca. zehn Jahre länger leben und Vegetarier*innen um ungefähr sechs Jahre.

Und wer keine Milchprodukte zu sich nimmt hat nicht Osteoporose und lässt die meisten Sorten Darmkrebs aus. Ach ja, und schweigen wir über Blähungen, die fast immer von Milchprodukten kommen….

Wer nicht kochen kann, kann weder Fleisch noch Tofu oder Linsen und Gemüse gut zubereiten. Wer nicht will, kann nicht. Kulinarisch gibt es wirklich keine Ausreden mehr heute, was vegane Küche angeht: Fast überall gibt es vegane Lebensmittel, jeder Supermarkt hat eine vegane Ecke. Was uns interessiert lernen wir, egal ob es Raumfahrt ist oder vegane Küche. Man kann längst vegan super satt und bald werden! Juhu!

3. Kein Auto haben und kein Motorrad, sondern Öffis und Fahrrad fahren.

Ich lebe in einer Großstadt mit den besten Öffis der Welt, und ich bin mit dem Fluch belegt, so viel wie möglich lesen zu wollen, das tue ich unter anderem beim Öffifahren. Ich erspare mir hunderte Euros jeden Monat ohne Auto, ich muss mich nicht um ein Auto oder Pickerl oder Versicherungen kümmern, ich finde Zeit meinem Lieblingshobby nachzugehen und tada: Ich stehe das ganze Jahr niemals im Stau! Durchschnittlich zweimal im Jahr frage ich wohlgesonnene Menschen, ob sie mir mit ihrem Auto etwas transportieren. Aber ich könnte genauso gut zweimal im Jahr eine Spedition beauftragen.

Wer sich um diese drei kümmert hat seinen ökologischen Fußabdruck in den allermeisten Fällen schon mehr als halbiert. Als Österreicher*in verbrauchen wir übrigens pro Kopf und Jahr ungefähr fünfmal so viel, wie uns zur Verfügung stünde…

Der römische Philosoph Seneca sagte „Nicht weil es schwer ist tun wir es nicht, sondern weil wir es nicht tun, ist es schwer.“ Ich mach´s dann mal und mach´s mir leicht….

Dann gibt es noch spaßige, kleinere Dinge.

  • Ich kaufe Kleidung und Textilien fast nur Ökomode oder Second Hand. Die Qualität von ökologischen Textilien ist nach meiner Erfahrung so viel höher, dass man sich so wahnsinnig viel Geld spart. Eine Hose, für die ich das dreifache bezahlen muss, aber die zwanzig Mal so lange hält kostet am Ende nur ein Siebentel der Hose, die weniger im Einkauf gekostet hat. Bei der ich dann auch sieben Mal einkaufen gehen muss. (Ich hasse Kleidung einkaufen. Ich hasse es.) Der ganz, ganz große Benefit dabei für mich ist: Ich kann gedankenlos durch Einkaufsstraßen gehen. Es ist unglaublich erfrischend, dass ich kaum etwas kaufen muss irgendwo, außer etwas zu essen. Es ist mir so ein Vergnügen! Und ich rate allen, das einmal zu versuchen!!
  • Und ich kann Mode und Modetrends ignorieren, nicht nur bei Kleidung. Das empfinde und erlebe ich als unglaubliche Bereicherung und echte Freiheit. Und wer behauptet, das sei sooo schwer: Das was ich noch an neuer Kleidung und Textilien kaufe bekomme ich fast ausnahmslos im Supermarkt: 100% Bio und Fairtrade Bettwäsche, Unterwäsche, Socken, Hosen etc. Den Rest kaufe ich bei Maas und Hess online oder Second Hand. Unterschätzt nie die Macht von Kleidertauschpartys und Kleidertauschevents! Es gibt eine im Land der Mode Italien hoch geliebte Designerin namens Orsolo de Castro, die recyceln und reparieren von Kleidung propagiert und welche die „Reparatur-Revolution“ ausgerufen hat. Möge ihre Fama ewig währen!
  • Ich reinige fast alles mit Waschsoda (ein Vorrat für mehrere Monate kostet ungefähr einen Euro, gibt es in jedem Drogeriemarkt und allen Unverpacktläden), außer Geschirr und Wäsche. Meine Böden sind genauso schön wie eh und je. Aber ich brauche nicht einen Küchenschrank allein für all die sinnlosen Spezialreiniger, die meine Haut, mein Heim und meinen Planeten auffressen.
  • Ich borge mir oft etwas, das ich noch nie gemacht habe zuerst einmal aus. Den 10-Liter-Topf für das erste Mal Gemüse einkochen. Da ich nicht endlos Platz habe, bin ich froh wenn ich dann nicht monatelang Zeug herumstehen habe, dass ich nie wieder brauche, etwa wenn ich drauf komme dass Einkochen/Bogenschießen/Nähmaschine-Nähen nichts für mich ist. Also borge ich mir Zeug aus. Auch die Stichsäge, die ich nur alle acht Jahre einmal verwende kaufe ich nicht selbst. Ich kann das sehr, sehr, sehr weiterempfehlen!!
  • Ich kann ohne Trockner leben.
  • Ich kann ohne Geschirrspüler leben.
  • Ich kann ohne Kühlschrank leben! So ganz verstehe ich immer noch nicht, wieso das viele Leute so unglaublich fasziniert, besonders jene, die täglich in einen Supermarkt kommen. Aber es beeinträchtigt meine Lebensqualität absolut gar nicht, es steigert sie vermutlich sogar. Und ich schmeiße wirklich sehr wenige (fast gar keine) Lebensmittel weg.
  • Ich habe die längste Zeit meine Wäsche mit Kastanien statt mit Waschpulver gewaschen.
  • Ich kaufe für die Wohnung nur Ökofarben. Ist übrigens mega-gesund und in der Qualität und Auswahl der Farben ist kein Unterschied zu den umweltschädlichen.
  • Ich kaufe fast nur Second Hand Möbel (Carla oder Willhaben). Generell kaufe ich viel Second Hand, und wenn ich etwas nicht mehr brauche verkaufe ich es wieder auf diesem Weg (Blutdruckmesser, Puzzle, Sportgeräte usw.)
  • Ich kaufe seit es die Zertifikate gibt nur Elektrogeräte mit dem Label von mindestens A.
  • Ich lüfte sommers wie winters professionell, was mir selbst an heißesten Tagen in Wien eine Klimaanlage erspart und ungefähr 10% der Heizaufwands erspart (Stoßlüften mit alles auf im Winter bis Fenster trocken sind; Sommer nachts alles auf, tagsüber alles zu).
  • Ich bin brav im Mülltrennen. Wieso das bei Kompost überhaupt „Müll“ heißt weiß ich nicht, denn Kompost ist wie Gold, nur das man Kompost essen kann.
  • Ich kaufe keine Lebensmittel in Dosen. Aluminium, aus dem Dosen hergestellt werden, verbraucht extrem viel Energie bei der Herstellung ist eine der schlimmsten Dreckschleudern der Verpackungsindustrie.
  • Ich verwende seid Jahrzehnten über die Energiesparversionen oder Wassersparversion, sowohl beim Einkauf als auch bei Einstellungen auf Geräten (Waschmaschine, Geschirrspüler… ). Für fast alle Wasserhähne gibt es Wassersparaufsätze, die ein paar Euro kosten. Du wirst davon absolut nichts bemerken, versprochen.
  • Ich mache ganz viele Dinge selbst, sofern das geht.
  • Ich repariere so viel wie möglich, manche Menschen finden ich hätte einen Reparierwahn. Und ich liebe das. Wirklich. Sehr. Ich repariere Hosen, Jacken, Socken, Geschirr, Bücher, Laptops, Blumentöpfe, Töpfe, Möbel, Türen, Böden, Lampen, Bohrer, Schmuck, Mappen, Haarspangen und und und.
  • Ich hatte lange Jahre keinen eigenen Föhn. Meine Haare wasche ich vor dem Schlafengehen wasche, damit sie morgens trocken sind. Ich hasse föhnen. Ich hasse föhnen!!!
  • Ich färbe meine Haare nur mit reiner Pflanzenfarbe.
  • Ich versuche Produkte möglichst lange im Verwendungszyklen zu halten. Wenn ich etwas nähe, dann nähe ich es so, dass ich später noch anders verwenden kann. Aus Stoffresten nähe ich Taschentücher und aus alten Handtüchern Putzfetzen. Wieso Leute Wegwerf-Küchenrolle kaufen ist mir ein Rätsel.
  • Wo immer es geht verwende ich das Alternativprodukt, das keine Batterien braucht.
  • Ich verwende wo es geht vielfach verwendbare Produkte, z.B. bei Stofftaschentüchern, Aufwaschfetzen usw.
  • Lang lebe die waschbare Trinkflasche!!
  • Ich suche fast immer eine Alternative ohne Plastik.
  • Ich verwende meistens Papier und Papierwaren aus Recyclingpapier.
  • Ich fülle die Waschmaschine maximal. Ich wasche nie eine halb volle Maschine.
  • Ich verwende keinen Weichspüler, die sind übrigens extrem umweltschädlich.
  • Ich habe ein Selbsterntefeld, das heißt ich baue ganz viel Gemüse an. Das ist dann biologisch, ohne Verpackung und ohne extreme Ausbeutung auf Sklavenniveau gewachsen, und es ist ohne Transportwege von Verbrennungsmotoren auf meinen Teller gekommen. Und ich liebe das sehr, sehr, sehr. Ich bereue keine Sekunde, die ich dort verbringe.
  • Ich miste exzessiv aus und das meiste was ich ausmiste verschenke ich weiter oder bringe es zu karitativen Einrichtungen.
  • Ich würde in meinem ganzen Leben kein Flugobst essen und esse kein Obst und Gemüse von sehr weit weg.
  • Wabi Sabi ist etwas japanisches, das früher auch bei uns selbstverständlich war und ein Blick auf die Welt, den wir vor allem in Bezug auf uns selbst im Kaputtalismus fast völlig verloren haben. Ich kann meinen fleckigen, mit zahlreichen Spuren seiner Existenz (und meiner Existenz…) übersäten Holzküchentisch lieben. Wabi Sabi heißt so ungefähr: Ich sehe an Dir die Spuren Deiner Existenz und wertschätze diese Spuren. Flecken und Ritzer am Tisch. Falten im Gesicht. Spuren von Reparatur. Flecken auf den Knien der Kinderhose. Lieben wir nicht all den dreckigsten, abgeknuddeltsten Teddybären am meisten…? Und Du weißt ganz genau warum wir das tun. Naja, ich bin Historikerin, ich liebe nun mal alte Sachen.

Ehrlich gesagt ist mir nichts, wirklich nichts eingefallen an dem was ich für den Umweltschutz mache, das mein Leben verschlechtert, verschlimmert, mehr anstrengt,

Bis auf eine Sache: Wenn ich meine Sojamilch selber mache, dann muss ich 10 Minuten früher aufstehen, das ist ganz ganz schlimm für mich und daher mache ich es nicht freiwillig. Und es steht nicht in der Liste!

Zwei Tipps darüber hinaus möchte ich allen Interessierten mitgeben:

1. Denke an die R-Regeln:

Re-Use, Reduce, Repair, Re-gift (gemeinsam verwenden, verborgen, ausborgen), Recycle, Refuse, Rot (verrotten, kompostieren, eine verrottbare Variante wählen).

2. Man kann ja wirklich einmal nichts machen, und in sich gehen, statt außerhalb von sich nach Befriedigung suchen. Brauche ich das wirklich? Wenn ich in einer Woche gefragt würde, ob mich das wirklich brauche und es mich wirklich glücklicher macht, würde ich bejahen? Wenn alle Menschen die ehrliche Antwort auf diese Frage bei jeder Kaufentscheidung berücksichtigen würden, sähe unser Leben und unsere Planetin anders aus!

NICHTICH!

Ich weiß. Es wird Leute geben, für die all das der reine Horror, der allergrößte Verzicht und eine Katastrophe ist. Gerade euch würde ich bitten mal in euch zu gehen und euch zu fragen: Was sehe ich von der Welt wenn ich nie wieder fliege? Kann ich mit der Transsibirischen Eisenbahn verreisen? Wäre es toll mal mit dem Fahrrad oder dem Campingwagen quer durch meinen Kontinent zu fahren? Oder wie wäre es, wenn ich nur noch halb so oft, aber dafür dann doppelt zu lange zu meinen Flugreisen aufbreche? Kann ich die zwanzig Jahre warten, bis Fliegen (laut Prognose) technisch klimaneutral geworden ist?

Oder eine Zugreise abwechselnd mit einer Flugreise machen? Wenn das alle täten hätten wir wohl nur noch halb soviel Klimaschädlichkeit durch Flüge wie derzeit.

Wie wäre es wenn ich einmal die Woche etwas veganes esse, etwas das sowieso schon auf meinem Speiseplan steht, oder wenn ich zumindest nur noch inländisches Biofleisch esse, und zwar wirklich nur noch, und also außer Haus kein Fleisch und keine Wurstwaren mehr, denn kein Lokal in Europa führt nur inländisches Biofleisch. Es wäre sicher gesünder, billiger.

Vielleicht kannst Du nicht ganz auf ein Auto verzichten, aber wenigstens auf ein Drei-Liter-Auto umsteigen? Oder eines mit jemandem teilen?

Ich hoffe von meiner Liste haben Dich drei Dinge inspiriert. Am meisten hoffe ich, dass ein oder zwei meiner Leser*innen aufhören zu Fliegen. Oder sich ein kleineres Auto zulegen…. Lacht nicht, wegen mir haben schon mehrere Personen ihren Kühlschrank verschenkt und ihre Gefriertruhe.

Was eben in Deutschland und Belgien wegen der Hochwasser (Sommer 2021) abgeht erschüttert hier viele Menschen. Hunderte sind gestorben. Manche erwärmen sich plötzlich für den Klimawandel. Wegen ihm sind bisher mindestens 60 und bis zu 150 Millionen Menschen alles verloren und aus ihrem Wohnort und ihrem zuhause vertrieben worden. Gerade die Rassist*innen müssten schnell aktiv werden, denn die Klimavertriebenen werden auf Wanderschaft gehen müssen und neue Heimaten suchen.

Wir hier in Österreich sind dutzendfach klimaschädlicher als die meisten Menschen der Welt. Nicht einmal ein Prozent der Menschheit verursacht jedes Jahr mit Fliegen ein Zehntel aller Klimazerstörung. Wer fliegen kann gehört zum reichsten, obersten einem Prozent der Menschheit. Und nur Fliegen verursacht 20% all der Klimaschädlichkeit.


Wir sollten respektvoll mit der Erde umgehen, von der alles kommt was ich habe und von der ich alles bekomme, was ich brauche: Sauerstoff, Boden unter den Füßen, Papier, Bestandteil all meines Besitzes, Textilien, Tinte, Lebensmittel. Alles, wirklich alles, was wir verwenden kommt von der Erde. Man könnte also alles, von der Erdbeere zu jeder Zelle Deines Körpers, von der Luft die Duatmest bist zur Aussicht auf einen Berg, zur Farbe auf einem Foto über die Rosen in Deinem Hochzeitsstrauß als Geschenk von der Erde betrachten.

Das ist nur eine kleine Idee.

Die Idee gefällt mir. Danke für Dein Interesse.

Abschließen möchte ich diesen Text mit den Worten von Gottfried Schmuck:

„Menschen denen das Gute genügt brauchen auch nicht zu verzichten.“

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Wäsche waschen mit Kastanien

Anleitung zum Wäschewaschen mit Kastanien

Leben ohne Kühlschrank

Leben ohne Kühlschrank: Kauf was du aufessen wirst bevor es kaputt wird

Werkstatt mitbenutzen? (Holzarbeitsplatz bis hin zum 3D-Drucker über Nähmaschinen) https://www.vienna.at/heimwerken-und-diy-in-wien-offene-werkstaetten-der-stadt-im-ueberblick/5676216

Leila Leihladen Wien in der Grnudsteingasse 20 www.leila.wien

Zero Waste Netzwerke:

www.zerowasteaustria.at Shops wo Du alles (ja alles) unverpackt kaufen kannst und Kosmetik ohne Plastik; für Zero Waste gibt es auch ganz viele Websites und Facebookseiten, wo Du z.B. Fragen stellen kannst

(c) Mag.a Helga Christina Pregesbauer

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